Ärzte Zeitung online, 05.09.2008

UN: Reiche Länder halten Zusagen nicht ein - Zehn Milliarden Dollar fehlen

NEW YORK (dpa). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den reichen Ländern vorgeworfen, ihre Finanzzusagen für die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen nicht einzuhalten. Allein im vergangenen Jahr habe es einen Fehlbetrag von zehn Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro) gegeben.

"Dieser Bericht ist ein lautes Alarmsignal", sagte Ban am Donnerstag bei der Vorlage einer Zwischenbilanz in New York. "Die internationale Gemeinschaft hat die Verantwortung, ihre Zusagen einzulösen."

Ban appellierte an die Staats- und Regierungschefs der Industrieländer, bei einer geplanten Geberkonferenz am 25. September in New York konkrete Pläne und Vorschläge vorzulegen. Von 2008 bis 2010 seien 18 Milliarden Dollar pro Jahr mehr nötig, wenn die Vereinten Nationen ihre sogenannten Millenniumsziele erreichen wollten. "Wir sind schon in unserer zweiten Halbzeit im Kampf gegen Armut. Uns läuft die Zeit davon."

Die UN-Mitgliedsstaaten hatten sich im Jahr 2000 auf acht Ziele für das neue Jahrtausend verständigt. Sie sollen bis 2015 erreicht sein. Dazu gehören die Halbierung extremer Armut, der Abbau von Kinder- und Müttersterblichkeit und der Aufbau einer Entwicklungspartnerschaft zwischen armen und reichen Ländern.

Topics
Schlagworte
Panorama (30672)
Personen
Ban Ki Moon (81)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »