Ärzte Zeitung online, 08.09.2008

Hurrikan "Ike" tobt über Kuba - Viele weitere Tote in Haiti

HAVANNA/HAMBURG (dpa). Hurrikan "Ike" hat in der Nacht zum Montag mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde Kuba erreicht. Dort waren zuvor bereits mehr als 800 000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Am Wochenende hatte der Wirbelsturm Haiti gestreift und nach offiziellen Angaben mindestens 50 Menschen getötet.

Eine Stadt wurde komplett überflutet. Damit sind in Haiti seit Mitte August durch die Wirbelstürme "Fay", "Gustav", "Hanna" und "Ike" bereits mehr als 325 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere gelten als verschollen.

Am Morgen traf Hurrikan "Ike" gegen 3.45 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf die Küste der kubanischen Provinz Holguin. Hier leben mehr als eine Million Menschen. Im Laufe des Tages sollte das Zentrum des Sturms große Teile der Insel überqueren. Bedroht ist auch die Hauptstadt Havanna. Bereits am Sonntag trafen die Behörden Maßnahmen, um die rund 13 000 ausländischen Touristen auf der Halbinsel Varadero in Sicherheit zu bringen.

"Neben den heftigen Windböen kommen in einigen Regionen Kubas mehrere hundert Liter Regen pro Quadratmeter zusammen, örtlich können es auch mehr als 500 Liter sein. Und das in nur ein bis zwei Tagen. Das entspricht etwa zwei Dritteln der Jahresmenge der Stadt Hamburg", sagte der Hurrikan-Experte Thomas Sävert vom Wetterdienst meteomedia in Bochum. Über Kuba könnte sich "Ike" leicht abschwächen. Anschließend könnte er sich über dem warmen Golf von Mexiko erneut verstärken und ein starker Hurrikan werden. Die weitere Zugbahn ist jedoch noch unsicher - bedroht ist die gesamte Region von Mexiko bis nach Louisiana.

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