Ärzte Zeitung online, 11.09.2008

Nordkoreas Machthaber Kim angeblich am Gehirn wegen Schlaganfalls operiert

SEOUL (dpa). Nordkoreas Militärmachthaber Kim Jong Il hat sich nach Informationen des südkoreanischen Geheimdienstes wegen eines Schlaganfalls einer Hirnoperation unterziehen müssen. Spezialisten aus China und Frankreich seien sofort nach Nordkorea gerufen worden, nachdem Kim Mitte August zusammengebrochen sei.

Das berichteten südkoreanische Zeitungen am Donnerstag unter Berufung auf einen hohen Geheimdienstbeamten, der am Vortag das Parlament in Seoul über Kims Zustand unterrichtet habe. Die ausländischen Ärzte hätten die Hirnoperation ausgeführt. Der Machthaber befinde sich jedoch auf dem Weg der Besserung, sagte der Beamte laut "Joon Ang Ilbo".

Kims Zustand sei nicht kritisch, und es gebe keine Zeichen eines "Machtvakuums oder eines Machtkampfes" in Pjöngjang, wurde der Beamte von der Zeitung "Dong-a Ilbo" zitiert. Die auflagenstärkste Zeitung "Chosun Ilbo" meldete dagegen unter Berufung auf einen Regierungsvertreter, dass Kim als Folge des Hirnschlags Lähmungserscheinungen zeige.

Der nordkoreanische Diktator hatte am Dienstag bei den offiziellen Feiern zum 60. Gründungstag des weitgehend isolierten Staates gefehlt. Dadurch hatten sich die jüngsten Spekulationen um seine Gesundheit verstärkt.

Der 66 Jahre alte Kim, der außerdem an einer Herzschwäche und an Diabetes leiden soll, war seit Mitte August nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen. Nordkorea hatte am Mittwoch Spekulationen um eine schwere Erkrankung Kims zurückgewiesen.

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