Ärzte Zeitung online, 21.10.2008

Italiener mit Kugeln im Kopf erwacht aus dem Koma - und entlarvt Täter

PALERMO (dpa). Ein Italiener, der bei einem Mordanschlag von vier Kugeln in den Kopf getroffen worden war und seither im Koma lag, ist auf Sizilien für wenige Stunden aufgewacht - und hat den Täter entlarvt.

Zwei Tage später erlag der 66-Jährige in einem Krankenhaus in Palermo seinen schweren Verletzungen, berichtete die Zeitung "La Stampa". Der Mann war am 4. Oktober in der Stadt Bagheria auf offener Straße Opfer des Anschlags geworden. Wie durch ein Wunder schlug er jedoch zehn Tage später plötzlich die Augen auf, obwohl die Ärzte ihn schon aufgegeben hatten.

Den herbeigeeilten Polizisten antwortete der zum Sprechen unfähige Patient mit Gesten. Als die Beamten ihm ein Foto seines Neffen vorlegten, zeigte er mit dem Finger darauf - und machte damit deutlich, dass der 32-Jährige derjenige sei, der auf ihn geschossen habe. "Er ist aus dem Jenseits zurückgekehrt, um die Wahrheit zu erzählen", sagte ein Krankenpfleger. Der Neffe wurde festgenommen, verweigere aber bisher die Aussage, hieß es.

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