Ärzte Zeitung online, 24.11.2008

Schirmherrin Eva Luise Köhler: "Neuer Aufbruch" bei UNICEF

BERLIN (dpa). UNICEF-Schirmherrin Eva Luise Köhler sieht das Kinderhilfswerk in Deutschland nach schwerer Krise wieder im Aufwind. "Bei UNICEF ist deutlich ein neuer Aufbruch zu spüren", sagte die Ehefrau von Bundespräsident Horst Köhler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". UNICEF habe "in der Krise zu Jahresbeginn schnell und gut reagiert.

So ist Unicef jetzt Vorreiter geworden für andere Hilfsorganisationen", sagte sie. "Die haben da genau hingeschaut und sich auch auf die Fahnen geschrieben: Transparenz! Transparenz!"

Zusammen mit dem UNICEF-Vorsitzenden Jürgen Heraeus hatte Eva Luise Köhler vor einigen Wochen Bangladesch bereist. "Es ist wichtig, dass wir uns bei UNICEF jetzt wieder auf die eigentliche Arbeit konzentrieren. Das haben wir mit unserer Reise gezeigt." Ihre Aufgabe als Schirmherrin sei, UNICEF "eine Art Gütesiegel" zu geben. "Gerade die ehrenamtlichen Mitarbeiter will ich ermutigen und ihnen zeigen, wie sehr ich ihre Arbeit schätze."

Die First Lady räumte ein: "Zu einer ehrlichen Diskussion über Hilfsorganisationen wie UNICEF gehört, dass der Spender weiß: Ja, auch das Plakat, das da am Straßenrand hängt, habe ich von meinem Geld mitfinanziert. Man darf sich da nicht in die Tasche lügen."

Vor einem Jahr war bekanntgeworden, dass die deutsche UNICEF-Sektion Provisionszahlungen an Spendenwerber geleistet hatte. Das hatte zu einer breiten Diskussion über die finanzielle Transparenz von Hilfsorganisationen geführt und den deutschen Zweig des UN-Kinderhilfswerks zeitweise in eine tiefe Krise gestürzt.

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