Ärzte Zeitung online, 28.11.2008

Melamin in Futtermittel für biologische Geflügelzucht entdeckt

PARIS (dpa). Französische Behörden haben 300 Tonnen Melamin- verseuchtes Futtermittel gefunden. Ein Teil davon sei für die biologische Geflügelzucht bestimmt gewesen, berichtete die französische Zeitung "Le Parisien" am Freitag. Das Futtermittel wurde Ende Oktober aus China eingeführt.

Mehr als 1 000 Tonnen seien verfüttert worden. Wie die Zeitung weiter schrieb, liege der Melamin-Anteil bis zum 30-fachen über dem erlaubten Grenzwert. "Wir haben eine Reihe von Analysen durchgeführt, um zu prüfen, ob es ein Risiko für die Lebensmittel gibt. Das ist aber nicht der Fall", erklärte der Sprecher der landwirtschaftlichen Genossenschaft Terrena. Die im westfranzösischen Ancenis ansässige Genossenschaft hat das Melamin-verseuchte Soja-Futter eingeführt.

Die Verträge mit China seien jetzt infrage gestellt, versicherte der Sprecher. Melamin ist eine stickstoffreiche Chemikalie, die in der Kunststoffherstellung eingesetzt wird. Sie ist in Lebensmitteln verboten.

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