Ärzte Zeitung, 17.12.2008

Spektakuläre Marathonläufe gegen Aids

Extremsportler Joachim Franz will auf die Gefahren von Aids aufmerksam machen / "Europäer des Jahres 2009"

WOLFSBURG (cben). Den Extremsportler Joachim Franz aus Wolfsburg hat das Magazin Readers Digest zum "Europäer des Jahres 2009" erklärt. Franz wird für seinen jahrelangen, weltweiten Einsatz gegen die Immunschwächekrankheit Aids ausgezeichnet, hieß es.

Spektakuläre Marathonläufe gegen Aids

Joachim Franz wollte mehr von seinem Leben: Mit spektakulären Sportereignissen macht er auf die Gefahren von Aids aufmerksam.

Foto: privat

Joachim Franz war einst Werkzeugmacher bei Volkswagen in Wolfsburg. Mit 30 Jahren fasste er den Beschluss, sein Leben von Grund auf zu ändern: "Mein gelebtes und mein erträumtes Leben passten nicht zusammen. Ich hatte so wenig erreicht, so wenig gesehen", erinnert er sich im Rückblick.

Fortan betreibt der stark Übergewichtige Sport, hört auf zu rauchen, verzichtet auf Alkohol und nimmt dank intensiven Lauftrainings mehr als 40 Kilo ab. Er trainiert für und startet bei Marathons, beginnt mit dem Radfahren. Anfang der 90er-Jahre wechselt er zum Triathlon und bereitet sich für den berühmten "Ironman"-Wettbewerb auf Hawaii vor.

VW hat ihn zum Gesundheitsbotschafter ernannt.

Motiviert durch den AIDS-Tod eines Freundes macht er mit spektakulären Marathonläufen, Radfahrten oder Bergbesteigungen vor allem in Afrika und in Asien auf die Gefahr der Immunschwächekrankheit aufmerksam. Seit Oktober läuft die Initiative "cape2cape". Dabei besteigt er mit einem Team in 20 Ländern vom Nordkap bis zum Kap der Guten Hoffnung den jeweils höchsten Berg, um auf die Dunkelziffer der Infizierten aufmerksam zu machen.

Die Aids-Hilfe der Vereinten Nationen und andere Sponsoren unterstützen ihn, er hält Vorträge vor Managern wie vor Strafgefangenen, hieß es. VW hat ihn sogar zum "Gesundheitsbotschafter" ernannt. Allein im vergangenen Jahr sammelt Franz 400 000 Euro an Spenden, die an Hilfsprojekte in der ganzen Welt gehen.

Den Preis wird Joachim Franz im Januar entgegen nehmen.

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