Ärzte Zeitung online, 12.12.2008

Geflügelpest in Niedersachsen: 34 000 Tiere getötet - Stallpflicht

GARREL/CLOPPENBURG (dpa). Im Kampf gegen einen Ausbruch der Geflügelpest haben die niedersächsischen Behörden 34 000 Mastputen töten lassen. Bislang seien die Bestände von insgesamt vier Betrieben gekeult worden, sagte der Sprecher des Landkreises Cloppenburg, Ansgar Meyer, am Freitag.

Bei drei Betrieben waren Infektionen der Tiere mit einem Grippevirus vom Subtyp H5N2 festgestellt worden. Bei einem Betrieb wurde der Bestand vorsorglich getötet, nachdem es zu einem Kontakt mit infizierten Tieren gekommen war. Bei dem Erreger handelt es sich nicht um die aggressive Vogelgrippe vom Subtyp H5N1. Dennoch muss Geflügel in ganz Niedersachsen vorerst wieder in den Stall.

Auch private Geflügelhalter dürften ihre Hühner, Enten, Gänse und anderes Geflügel nicht mehr frei laufen lassen, verfügte das Landwirtschaftsministerium in Hannover. Eine Aufhebung der Stallpflicht sei frühestens im Januar möglich. Niedersachsen ist das wichtigste deutsche Geflügelhalterland. Wie hoch der Schaden für die Landwirte bislang ist, stand am Freitag noch nicht fest. Allerdings komme die Tierseuchenkasse zumindest für die vom Amtsveterinär angeordneten Tötungen auf, betonte Meyer.

Insgesamt wurden die Tierbestände von zwölf Betrieben mit zusammen 190 000 Tieren untersucht. Das H5N2-Grippevirus ist für Geflügel hoch ansteckend, gilt aber für Menschen in der Regel als ungefährlich.

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