Ärzte Zeitung online, 18.12.2008

Frankfurter Zoll beschlagnahmt 600 000 gefälschte Potenzpillen

FRANKFURT/MAIN (dpa). Eine der bisher weltweit größten Mengen an gefälschten Potenzpillen hat der Zoll am Frankfurter Flughafen sichergestellt. 600 000 Viagra®-Nachahmungen mit einem Handelswert von rund 6,6 Millionen Euro wurden bereits Mitte November beschlagnahmt, wie das Zollfahndungsamt am Donnerstag in Frankfurt berichtete.

Die gut vier Zentner schwere Frachtsendung aus Indien, die über Frankfurt nach Chile gehen sollte, enthielt 600 Plastikflaschen mit je 1000 der blauen rautenförmigen Tabletten. Diese sollten ersten Ermittlungen zufolge in Chile portioniert und dann in die USA oder zurück nach Europa geschmuggelt werden.

Ein Gutachten des Viagra®-Herstellers Pfizer habe ergeben, dass die sichergestellten Tabletten Nachahmungen des Potenzmittels seien, berichtete Zollamtssprecher Hans-Jürgen Schmidt. Die Merkmale der Tabletten seien dabei "täuschend echt" imitiert worden. Der Wirkstoff Sildenafil sei aber in einer vom Originalpräparat abweichenden Konzentration nachgewiesen worden. Dies und mögliche Verunreinigungen in den sichergestellten Tabletten hätten die Gesundheit gefährden können.

Die Fracht sollte zwar in Frankfurt nur umgeladen werden. Das "Grenzbeschlagnahmeverfahren" erlaube es den Zollbehörden aber, offensichtlich gefälschte Waren möglichst früh aus dem Verkehr zu ziehen, sagte Schmidt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »