Ärzte Zeitung online, 19.12.2008

Welthungerhilfe: Finanzkrise mindert nicht die Spendenbereitschaft

SAARBRÜCKEN (dpa). Die Finanz- und Wirtschaftskrise mindert nach Auffassung der Welthungerhilfe nicht die Spendenbereitschaft. "Unser Eindruck ist im Moment, dass die Welthungerhilfe sehr viele regelmäßige Spenderinnen und Spender hat, die sich auch durch die Finanzkrise nicht davon abhalten lassen, zu spenden", sagte die Präsidentin der Organisation und Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD).

Die Welthungerhilfe gehe davon aus, dass der benötigte Betrag von etwa 47 Millionen Euro Spenden in diesem Jahr erreicht werde, sagte Dieckmann am Freitag dem Saarländischen Rundfunk.

Auch in Zukunft rechnet Dieckmann, die seit Ende November neue Präsidentin der Welthungerhilfe ist, nicht mit einem Rückgang der Spenden von Privatleuten. Möglich wäre ihrer Einschätzung nach allerdings ein Einbruch bei Firmen-Spenden. Die Welthungerhilfe finanziert ihre Investitionen zu gleichen Teilen aus Bundesmitteln, EU-Mitteln und Spendengeldern. Das Volumen liegt bei rund 140 Millionen Euro jährlich. Die Welthungerhilfe ist nach eigenen Angaben eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland und hat ihren Sitz in Bonn.

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