Ärzte Zeitung online, 22.12.2008

Krawalle nach Demonstration gegen griechische Polizei in Hamburg

HAMBURG (dpa). In Hamburg ist es nach einer Demonstration gegen die griechische Polizei am Samstag zu Krawallen gekommen. Vier Beamte wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt, 14 Demonstranten vorübergehend festgenommen. Unter dem Motto "Solidarität ist eine Waffe!" wollten rund 950 Demonstranten, darunter laut Polizei 500 gewaltbereite Personen, ihre Solidarität mit den seit zwei Wochen in Griechenland demonstrierenden Studenten bekunden.

Auslöser der Proteste in Griechenland war der Tod eines 15-Jährigen durch eine Polizeikugel am 6. Dezember. Seitdem gibt es in Athen und anderen Städten immer wieder Ausschreitungen (wie berichtet).

Nachdem die Demonstration in Hamburg zunächst friedlich verlief, stoppte die Polizei den Zug, weil Flaschen und Knallkörper geworfen wurden und Teilnehmer sich vermummten. Die Demonstration wurde daraufhin aufgelöst. Teilnehmer machten sich dann in kleinen Gruppen auf den Weg in die Hamburger Innenstadt. Dort griffen sie vereinzelt Polizisten an. Vier Beamte wurden verletzt. Es gab mehrere Festnahmen.

Im Schanzenviertel setzten sich die Krawalle bis in den späten Abend fort: Müllcontainer wurden in Brand gesetzt und eine Bauabsperrung auf die Straße gezogen. Eine Mahnwache vor dem griechischen Generalkonsulat mit rund 250 Teilnehmern verlief nach Angaben der Polizei ohne Störungen.

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