Ärzte Zeitung online, 22.12.2008

Von der Leyen will Wohnen im Alter verstärkt fördern

BERLIN (dpa). Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will in einem zweiten Konjunkturpaket direkte Hilfen für die Verbesserung der Wohnsituation älterer Menschen festschreiben. "Da gibt es einen enormen Bedarf."

"Viele Menschen bauen ihre Wohnungen um, damit sie im Alter darin seniorengerecht leben können", sagte von der Leyen in einem Gespräch mit der dpa. Dies seien sinnvolle Investitionen, in die viel Geld fließen könne. Von der Leyen stellt sich dabei weniger zinsgünstige Darlehen, sondern eher direkte Unterstützung vor.

Zweiter Schwerpunkt ist für sie die weitere Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie auch in der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise. Dazu gehören vor allem zusätzliche Investitionen in die Kindergärten.

Trotz des Krippenausbau-Programms von Bund, Ländern und Kommunen bis 2013 gibt es in Deutschland immer noch einen großen Nachholbedarf bei dem Betreuungsangebot für die unter Dreijährigen. So setzt UNICEF den Anteil am Bruttoinlandsprodukt, der für die Kindergärten ausgegeben werden sollte, auf ein Prozent fest. In Deutschland - noch ohne Berücksichtigung des laufenden Zwölf-Milliarden-Euro-Ausbauprogramms - liegt der Anteil bei 0,4 Prozent.

Für von der Leyen hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gerade in Krisenzeiten auch wirtschaftlich Priorität. Frauen seien inzwischen beruflich oft besser ausgebildet als Männer. Sie würden als Fachkräfte dringend benötigt. Gerade in Krisenzeiten entscheide sich, ob Fachkräfte im Land bleiben oder abwandern, betonte die Ministerin.

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