Ärzte Zeitung online, 06.01.2009

Rotes Kreuz besorgt über Lage in Krankenhäuser in Gaza

BERLIN (dpa). Das Internationale Rote Kreuz ist angesichts der anhaltenden Kämpfe im Gazastreifen besorgt über die Lage in den Krankenhäusern. Ein Hauptproblem sei heute der sichere Zugang von verletzten Palästinensern zu den Kliniken, sagte die Leiterin des Büros für die palästinensischen Gebiete, Katharina Ritz, im Deutschlandradio Kultur.

"Die Palästinenser sind in Panik und wissen nicht mehr, wohin sie sollen. Wir haben leider nicht die Kapazität alle Anfragen zu behandeln. Unser Team berichtet vor allem von sehr chaotischen Zuständen im Norden und Osten des Gazastreifens", sagte Ritz.

Besonders für die Krankentransporte sei die Gefahr groß, während des Einsatzes angeschossen zu werden. "Die Leute, besonders die Ambulanz-Fahrer, haben wahnsinnig Angst, weil bei jedem Einsatz unsicher ist, was genau passiert." Die Bodenoffensive habe die Risiken für die Hilfsteams noch verstärkt, erklärte Ritz.

Der Transport von Schwerverletzten nach Ägypten, so berichtet die Büroleiterin des Internationalen Roten Kreuzes, funktioniere dagegen zumindest zeitweilig. So habe eines ihrer Hilfsteams gestern einen Transport ins Nachbarland erfolgreich durchführen können.

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