Ärzte Zeitung online, 06.01.2009

Totes Ehepaar in Güllegrube: Verbrechen wahrscheinlich

PENZING/INGOLSTADT (dpa). Das Ehepaar, das am Montag in der Güllegrube eines Bauernhofes im oberbayerischen Penzing tot entdeckt worden war, ist höchstwahrscheinlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Die Obduktion des 70 Jahre alten Landwirtes und seiner 53 Jahre alten Frau habe ergeben, dass beide vermutlich durch Gewalteinwirkung zu Tode gekommen seien, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Dienstag.

Nähere Angaben wollte der Polizeisprecher zunächst aber nicht machen. Erst am Mittwoch werde die Staatsanwaltschaft Augsburg voraussichtlich weitere Einzelheiten zu der Tat bekanntgeben, hieß es. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte den aktuellen Stand der Ermittlungen nicht kommentieren.

Früheren Angaben der Polizei zufolge hatte der Schwiegersohn des Ehepaares den grausigen Fund gemacht und am Montagmittag die Beamten informiert. An der Bergungsaktion bei klirrender Kälte waren mehr als 30 Feuerwehrleute beteiligt, rund 20 Polizeibeamte waren im Einsatz. Das Anwesen liegt mitten in dem Ort mit knapp 3700 Einwohnern.

Die Polizei hatte zunächst vor einem Rätsel gestanden und in alle Richtungen ermittelt (wie berichtet). Dafür war auch eine umfangreiche Spurensuche auf dem Hof gestartet worden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30661)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »