Ärzte Zeitung online, 08.01.2009

Französische Ministerin fünf Tage nach Geburt bei Kabinettssitzung

PARIS (dpa). Die französische Justizministerin Rachida Dati (43) hat fünf Tage nach der Geburt ihres ersten Kindes bereits wieder an einer Kabinettssitzung teilgenommen. "Präsident Nicolas Sarkozy hat die junge Mutter in der Runde beglückwünscht", sagte Regierungssprecher Luc Chatel.

Dati hatte bereits vor der Geburt angekündigt, dass sie höchstens eine Woche aussetzen wolle. Sie hatte am vergangenen Freitag per Kaiserschnitt entbunden und war am Mittwochmorgen aus der Klinik entlassen worden.

Der Regierungssprecher nannte es "legitim", dass sie von ihrem Recht auf mehrwöchigen Mutterschutz keinen Gebrauch mache. "Minister sein ist eben kein Beruf wie jeder andere", fügte er hinzu. Dati versuche eben, ihr Familienleben und ihren Einsatz in der Regierung miteinander zu kombinieren. In Deutschland dürfen Frauen nach der Geburt acht Wochen lang nicht beschäftigt werden.

Über den Vater ihrer Tochter schweigt Dati sich weiterhin aus. Sowohl der frühere spanische Ministerpräsident José María Aznar als auch der französische Sport-Staatssekretär Bernard Laporte hatten offiziell dementiert, der Vater zu sein.

Die Ministerin nannte ihre Tochter nach ihrer aus Algerien stammenden Mutter Zohra, die elf Kinder auf die Welt gebracht hatte. Von einer Ablösung Datis als Ministerin ist derzeit nicht mehr die Rede. Die von Sarkozy protegierte Ministerin war wegen ihres autoritären Führungsstils und ihrer umstrittenen Justizreform in den vergangenen Monaten in die Kritik geraten.

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