Ärzte Zeitung online, 08.01.2009

Ernst-Jung-Preis für Medizin an Forscher aus München und Köln

HAMBURG (dpa). Der mit 300 000 Euro dotierte Ernst-Jung-Preis für Medizin geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an den Münchner Biochemiker Professor Patrick Cramer und den Kölner Professor Jens Brüning vom Institut für Gentechnik. Cramer wird für seine "bahnbrechenden Arbeiten zur Transkription, der Umschreibung der DNA in RNA" ausgezeichnet, Brüning für seine Forschung zu Fettleibigkeit.

Das teilte die Jung-Stiftung am Mittwoch mit.

Mit dem Ernst-Jung-Karriere-Förder-Preis in Höhe von 180 000 Euro zeichnete die Stiftung den US-Nachwuchsmediziner und Diplom-Physiker Florian Mormann vom California Institute of Technology in Pasadena für seine Epilepsie-Forschung aus. Das Geld solle dem hoch qualifizierten Mediziner die Rückkehr an das Uniklinikum Bonn erleichtern, hieß es.

Die Ernst-Jung-Medaille in Gold geht diesmal an Professor Volker Diehl in Köln für sein Lebenswerk der klinischen Forschung auf dem Gebiet von Morbus Hodgkin. Der Medaillenträger darf einen Stipendiaten benennen, der 30 000 Euro erhalten wird.

Die hoch dotierten Preise für die Spitzenforschung auf dem Gebiet der Medizin waren 1967 vom Hamburger Reeder Ernst Jung gestiftet worden. Die Preisverleihung findet am 9. Mai im Rahmen eines Festaktes in Hamburg statt.

www.jung-stiftung.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »