Ärzte Zeitung online, 09.01.2009

Ein Siebtel aller Amerikaner kann nicht richtig lesen

WASHINGTON (dpa). Die Packungsbeilage eines Medikaments, eine Einladung zum Elternabend oder ein Zeitungsartikel: Viele Amerikaner können mit diesen Dingen nichts anfangen. Laut einer aktuellen Studie können geschätzte 32 Millionen Erwachsene in den USA - einer von sieben - nicht richtig lesen, wie die Zeitung "USA Today" am Freitag berichtete.

"Sie können keine zusammenhängenden Sätze lesen", wird Sheida White zitiert, eine Forscherin im US-Bildungsministerium, das die Erhebung in Auftrag gab. Dazu wurden mehr als 19 000 Amerikaner untersucht.

"USA Today" zufolge konnten im Vergleich mit einer Studie von 1992 viele Bundesstaaten die Lesefähigkeit ihrer Einwohner verbessern. So sei in Mississippi die Zahl der Leseschwachen von 25 auf 16 Prozent gesunken. In anderen Bundesstaaten, unter anderem Kalifornien, New York und Florida, habe sich die Situation jedoch noch weiter verschlimmert.

David Harley, Präsident einer Organisation für die Alphabetisierung Erwachsener, macht nicht diagnostizierte Lernschwierigkeiten, Immigration und vorzeitiges Schulabbrechen für die hohe Zahl der nicht lesefähigen Amerikaner verantwortlich. Mississippi habe "mehr in Bildung investiert und innovative Projekte entwickelt", sagte er der Zeitung. "Davon brauchen wir mehr."

Topics
Schlagworte
Panorama (30506)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »