Ärzte Zeitung online, 12.01.2009

Zwei Tote bei Wintersportunfällen - Mehrheit für Helmpflicht

WIEN (dpa). Wenige Tage nach dem schweren Ski-Unfall des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) ist es in österreichischen Wintersportgebieten erneut zu mehreren schweren Unfällen gekommen. Ein 13-jähriger Slowene starb, nachdem er auf einer Skipiste bei Bad Kleinkirchen in Kärnten mit hoher Geschwindigkeit mit seinem Freund zusammengestoßen war.

Bei dem heftigen Aufprall ohne Schutzhelm brach sich der Junge nach Angaben der Nachrichtenagentur APA das Genick. Sein Freund, der ebenfalls ohne Kopfschutz fuhr, erlitt schwere Kopfverletzungen.

Eine 47-jährige Frau aus Bayern rutschte bei einer Schneeschuh-Wanderung im Gemeindegebiet von St. Gilgen (Salzburg) auf einem schmalen Weg ab und stürzte über eine 100 Meter hohe Felswand in den Tod.

Bereits am Freitag war ein 44-jähriger Skifahrer aus Deutschland in einem Skigebiet bei Sölden in Tirol bei hoher Geschwindigkeit mit einem Österreicher kollidiert. Auch diese beiden Läufer, die keinen Helm trugen, mussten mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus geflogen werden. Ein 28-Jähriger aus Regensburg verlor bei einem Skiunfall auf dem Hochficht im oberösterreichischen Mühlviertel bei einem Sprung über einen Hügel die Balance und stürzte mit dem Kopf auf die beinharte Piste. Ein Rettungshubschrauber brachte den Bewusstlosen ins Krankenhaus.

Im sächsischen Vogtland wurde ein Achtjähriger bei einem Liftunfall schwer verletzt. Dort war das Zugseil eines Schlepplifts aus der Führungsrolle gesprungen und hatte den Jungen mitgerissen. Der Achtjährige prallte gegen den Liftmast und erlitt eine Gehirnerschütterung. Ein Skihelm habe Schlimmeres verhindert, sagte ein Polizeisprecher.

Die meisten Deutschen befürworten eine Helmpflicht für Skifahrer

Die meisten Deutschen befürworten eine Helmpflicht für Skifahrer. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag" stimmten 82 Prozent für einen Helmzwang, 17 Prozent sind dagegen. Im Westen Deutschlands sprachen sich 80 Prozent dafür aus, im Osten 89 Prozent. Für die Umfrage hatten die Meinungsforscher am 8. Januar 501 Menschen interviewt.

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