Ärzte Zeitung online, 14.01.2009

Geburtenentwicklung: Frankreich zieht Deutschland davon

PARIS (dpa). Frankreich zieht Deutschland bei der Anzahl der Geburten immer weiter davon. Die Zahl stieg im Nachbarland 2008 auf den höchsten Stand seit 1981. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben des nationalen Statistikinstituts Insee vom Dienstag 801 000 Kinder zur Welt. Zusammen mit den Überseegebieten waren es sogar 834 000.

Die Bevölkerung Frankreichs wuchs insgesamt um rund 370 000 Menschen oder um 0,6 Prozent. Zum 1. Januar 2009 wurden 64,3 Millionen Menschen gezählt.

In Deutschland verringerte sich die Bevölkerungszahl hingegen um 160 000 Menschen. Die Geburtenzahl blieb nach ersten Erhebungen mit 680 000 bis 690 000 im Vergleich zum Vorjahr konstant, während mehr Sterbefälle registriert wurden.

Grund für die positive Bevölkerungsentwicklung in Frankreich ist die hohe Geburtenrate. Sie liegt bei mehr als zwei Kindern pro Frau. Nur in Irland ist sie in der EU ähnlich hoch. Innerhalb der EU liegt Frankreich bei der Bevölkerungsgröße auf dem zweiten Platz hinter Deutschland mit 82,1 Millionen Einwohnern.

[16.01.2009, 16:07:04]
Dr. Karl Hübner  huebner@widera.de
Geburtenrate in Frankreich
Vielleicht sollte man bei solchen Vergleichen auch einmal anmerken, dass Frankreich nur halb so dicht bevölkert ist wie Deutschland. Und was die in den Medien üblicherweise positive Bewertung der höheren Geburtenrate angeht, sollte man evtl. auch beachten, dass Frankreich schon heute ein großes Problem mit Jugendarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit hat. Sicher wird es vor diesem Hintergrund interessant sein, in 20 Jahren noch einmal zu schauen, was aus den jetzt so mannigfaltig neu Geborenen geworden ist. zum Beitrag »
[15.01.2009, 13:17:44]
Dr. Wolfgang Ullmann 
Hoher Geburtenzuwachs in Frankreich
Hier müßte doch auch eine Mitteilung über die Ursachen dafür erfolgen.
Ich vermute, daß Frankreich einen sehr hohen Anteil nichteuropäischer Zuwanderer hat. Hinzu kommen Einwohner in den ehemaligen Kolonialgebieten. Da ist doch eine höhere Kinderzahl üblich, z. bei nichtchristlich Gläubigen.  zum Beitrag »

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