Ärzte Zeitung online, 23.01.2009

Caritas fordert Kehrtwende in weltweiter Drogenpolitik

BERLIN (dpa). Angesichts weltweit steigender Konsumentenzahlen und wachsender Anbauflächen hat Caritas international eine Kehrtwende in der UN-Drogenpolitik gefordert. Die repressive Politik sei gescheitert, stellte die Hilfsorganisation am Freitag in Berlin fest.

"Die Kriminalisierung von Konsumenten und Kleinbauern war offensichtlich kontraproduktiv. Es fehlen alternative Angebote für Abhängige und Kleinproduzenten", heißt es im Abschlussbericht einer internationalen Caritas-Konferenz.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) gibt es weltweit rund 250 Millionen Konsumenten harter Drogen. Im Drogenhandel sollen Umsätze von jährlich rund 400 Milliarden Dollar (rund 312 Millionen Euro) gemacht werden.

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