Ärzte Zeitung online, 26.01.2009

Pizzerien mit abgelaufener Ware beliefert - Zulassung entzogen

KÜNZING/DEGGENDORF (dpa). Wegen manipulierter Haltbarkeitsdaten auf Lebensmitteln ist im bayerischen Künzing ein Großhandelsbetrieb vom Landratsamt geschlossen worden. Die Verantwortlichen des Unternehmens werden verdächtigt, an Pizzerien im In- und Ausland möglicherweise verdorbene Produkte geliefert zu haben.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter gegen die 30 Jahre alte Inhaberin der Firma und ihren 60 Jahre alten Partner. In dem Unternehmen soll verschimmelte Salami gewaschen und dann verkauft worden sein. Bei einer Razzia wurden vor wenigen Wochen 14 Paletten Lebensmittel sichergestellt und vernichtet. Dabei soll es sich überwiegend um Pasta- und Mehlprodukte mit überschrittenen Mindesthaltbarkeitsdaten gehandelt haben.

Ob diese Waren komplett verdorben waren, steht noch nicht fest. Die Untersuchung der Proben sei noch nicht abgeschlossen, berichteten die Ermittler am Montag. Bei der Kontrolle des Lagers des Betriebs wurde zunächst nur vereinzelt Fisch entdeckt, der auf den ersten Blick vergammelt war.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »