Ärzte Zeitung online, 29.01.2009

Mutter sieht Achtlinge zum ersten Mal - Bereits sechs andere Kinder

WASHINGTON (dpa). Die Mutter der am Montag in Kalifornien geborenen Achtlinge hat ihren spektakulären Nachwuchs zum ersten Mal in Augenschein genommen. Sie wurde am Mittwoch (Ortszeit) in einem Rollstuhl auf die Baby-Intensivstation ihrer Klinik in Bellflower nahe Los Angeles gefahren, wo sie die sechs Jungen und zwei Mädchen erstmals in ihren Brutkästen betrachten konnte.

Die Babys halten durfte sie den Angaben zufolge zunächst nicht, sah ihnen aber beim Schlafen zu, wie das US-Magazin "People" auf seiner Webseite berichtete.

Nach Angaben des US-Fernsehsenders CBS hat die Mutter der Achtlinge schon sechs ältere Kinder. Eine Bekannte, die anonym bleiben wollte, hatte dem Sender verraten, die Frau habe bereits vier Söhne und zwei Töchter, unter ihnen Zwillinge.

Das Krankenhaus folgt unterdessen weiter dem Wunsch der Achtlings-Eltern, deren Identität geheim zu halten. Unklar ist weiterhin, ob die Geburt der Babys Folge einer künstlichen Befruchtung ist. Den Babys, die bei der Geburt zwischen 680 und 1500 Gramm wogen, geht es nach Angaben der Ärzte gut.

Drei der Kinder, die neun Wochen vor dem Geburtstermin zur Welt kamen, werden noch über einen Schlauch mit Sauerstoff versorgt, alle atmen aber bereits selbstständig. Fünf der Kinder wurde eine Magensonde gelegt, über die sie mit gespendeter Muttermilch ernährt werden. Eines der Babys habe die Sondenernährung nicht vertragen und erhalte nun wieder Infusionen, wie die "San Francisco Chronicle" berichtete.

In den USA waren zuvor erst einmal Achtlinge geboren worden. Die fünf Mädchen und zwei Jungen aus dem US-Bundesstaat Texas feierten im vergangenen Monat ihren zehnten Geburtstag. Das achte Geschwisterchen war eine Woche nach der Geburt gestorben.

Lesen Sie dazu auch:
Ärzte: Mutter von Achtlingen lehnte Abtreibung von einem Teil der Föten ab

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »