Ärzte Zeitung online, 06.02.2009

Riesige Familie: Mutter von Achtlingen aus Krankenhaus entlassen

LOS ANGELES (dpa). Zehn Tage nach der spektakulären Geburt von Achtlingen in Kalifornien ist die Mutter der Babys am Donnerstag aus dem Krankenhaus in Bellflower entlassen worden. Die sechs Jungen und zwei Mädchen, die in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden worden waren, müssen noch mehrere Wochen in ärztlicher Obhut bleiben.

In ihrem ersten Fernsehinterview, das am Donnerstag aufgezeichnet wurde, sprach die 33-jährige Mutter Nadya Suleman von ihrem Wunsch nach einer großen Familie. "Das war schon immer mein Traum, eine große Familie, eine riesige Familie zu haben", sagte Suleman dem Sender NBC.

Wie "People.com" vorab in Auszügen aus dem Interview berichtete, hatte Suleman sieben Jahre vergeblich versucht, auf natürliche Weise schwanger zu werden, bevor sie sich zu künstlicher Befruchtung entschloss. Das vollständige Interview sollte am Montag ausgestrahlt werden. Vor der Geburt der Achtlinge hatte die Frau bereits sechs Kinder zur Welt gebracht, das Älteste ist sieben Jahre alt. Sie selbst sei als Einzelkind aufgewachsen und habe sich sehr allein gefühlt, nannte die unverheiratete Mutter als Grund für ihren Kinderwunsch. Suleman lebt mit den Kindern bei ihren Eltern.

Über eine mögliche Bezahlung für das Interview machte Sulemans Sprecher Michael Furtney keine Angaben. "Das betrifft nur sie und NBC", sagte er der "Los Angeles Times". Dem Sender zufolge ist kein Geld im Spiel. Nach früheren US-Medienberichten hat Suleman, nun Mutter von insgesamt vierzehn Kindern, bereits lukrative Angebote für eine Exklusivgeschichte erhalten.

Die am 26. Januar geborenen Frühchen sind die am längsten überlebenden Achtlinge der Welt. Den Ärzten zufolge sind sie in einem stabilen Zustand, atmen ohne fremde Hilfe und trinken Muttermilch. In den USA waren zuvor erst einmal Achtlinge geboren worden. Eines der Babys starb 1998 innerhalb einer Woche nach der Geburt im US-Staat Texas. Weltweit sind nur sechs Achtlingsgeburten dokumentiert. In den meisten Fällen überlebten nur wenige oder keines der Kinder.

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