Ärzte Zeitung online, 09.02.2009

Agrarministerien rätseln über erhöhte Dioxinwerte in Schafsleber

BERLIN (dpa). Die Agrarministerien der Länder rätseln über erhöhte Dioxinwerte in Schafsleber aus Norddeutschland. In 38 von 39 Proben war nach Informationen der dpa in Niedersachsen und Schleswig-Holstein ein Dioxingehalt oberhalb des Grenzwertes entdeckt worden. Das wurde in einer Staatssekretärsrunde deutlich. Nach Experteneinschätzung besteht aber keine Gesundheitsgefahr, weil der Dioxinwert nur um das bis zu Fünffache erhöht sei.

Dioxin gilt als krebserregend. Es wird beim Menschen im Körper nicht abgebaut und ist stark fettlöslich.

In der Vergangenheit waren immer wieder erhöhte Dioxinwerte in Schafsleber aufgetaucht, wenn die Tiere etwa in Überschwemmungsgebieten an Elbe und Weser geweidet hatten.

Diesmal gibt es aus Expertensicht den Verdacht, dass auch bei Schafen außerhalb dieser Gebiete zu hohe Dioxinwerte registriert wurden. Deshalb soll in den nächsten Wochen geprüft werden, ob Dioxin bei Schafen in der Leber gespeichert wird. Mögliche Reaktionen darauf wären ein Verkaufsverbot für Schafsleber oder ein höherer Grenzwert, der allerdings teilweise kritisch gesehen wird.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »