Ärzte Zeitung online, 09.02.2009

Gutachten: Ski-Unfall von Althaus war Folge eines Fahrfehlers

LEOBEN/ERFURT (dpa). Ein Fahrfehler soll Ursache des schweren Skiunfalls von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) am Neujahrstag in der Steiermark gewesen sein. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf ein Gutachten, das der Staatsanwaltschaft im österreichischen Loeben zugegangen sei. Demnach bog Althaus mit rund 40 Stundenkilometern von seiner Piste in eine andere Abfahrt ein und fuhr diese knapp 15 Meter bergauf.

Althaus habe ein Absperrnetz umfahren, das aus Sicherheitsgründen über einen Teil der betreffenden Piste gespannt gewesen war und sei nach etwa sieben Metern mit der 41-jährigen Beata Christandl zusammengestoßen. Die Slowakin war nach dem Unfall gestorben. Die Staatsanwaltschaft war am Samstag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Frau sei deutlich langsamer ­ mit etwa zehn Stundenkilometern ­ den Hang hinabgefahren, heißt es laut "Spiegel" in dem Gutachten. Die Skifahrer seien in einem Winkel von etwa 90 Grad zusammengeprallt. Die Rekonstruktion habe ergeben, dass die Frau keine Chance gehabt habe, den Unfall etwa durch Ausweichen zu verhindern.

Der Ministerpräsident erholt sich zur Zeit in einer Reha-Klinik im baden-württembergischen Allensbach am Bodensee von den Unfallfolgen (wie berichtet). Er konnte bislang noch nicht vernommen werden. Die Staatsanwaltschaft in Österreich ermittelt gegen Althaus wegen fahrlässiger Tötung.

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