Ärzte Zeitung, 12.02.2009

Kindesmisshandlung: Ärztin reagierte nicht auf Hinweise

GÜSTROW (dpa). In dem Prozess um die Misshandlung eines Mädchens aus Mecklenburg-Vorpommern durch die Mutter musste die Hausärztin der Familie als Zeugin vor Gericht aussagen. Grund: Briefe der Klinik Demmin an die Ärztin mit Hinweisen zu Auffälligkeiten im Krankheitsbild des Kindes waren ohne Folgen geblieben. Sie habe keine Zweifel an den Angaben der Mutter gehabt, sagte die Kinderärztin. Angeklagt ist eine frühere Mitarbeiterin des Jugendamts wegen fahrlässiger Körperverletzung durch Unterlassen.

Dem im Januar 2001 geborenen Kind waren von April 2003 bis Juni 2006 von seiner Mutter vielfach Essigessenz und Kalkreiniger eingeflößt worden. Das Martyrium Lea-Maries wurde erst nach knapp 30 Krankenhausaufenthalten entdeckt. Das Landgericht Rostock verurteilte die Frau, die ihr Kind zudem mit heißem Wasser übergossen hatte, im Januar 2007 zu neun Jahren Haft.

Topics
Schlagworte
Panorama (30361)
Recht (11864)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »