Ärzte Zeitung online, 25.02.2009

Stiftung fordert: Aus Christi Himmelfahrt soll Evolutionstag werden

MASTERSHAUSEN (dpa). Der Feiertag Christi Himmelfahrt soll nach dem Willen der humanistischen Giordano Bruno Stiftung künftig Evolutionstag heißen. Das Darwin-Jahr 2009 sei ein guter Anlass, um die Evolutionstheorie gesellschaftlich stärker zu verankern, forderte die Stiftung am Mittwoch in Mastershausen im Hunsrück.

In einer großen Kampagne und mit einer Unterschriftenaktion im Internet will sie für die Umbenennung des Feiertages werben.

Da rund ein Drittel der Gesellschaft konfessionsfrei sei, stünde ihm aus Fairnessgründen auch ein Drittel der gesetzlichen Feiertage zu. "Die Umbenennung von Christi Himmelfahrt in Evolutionstag wäre ein erstes Anzeichen dafür, dass dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkuläre Weltsicht vertreten", erklärte der Sprecher der Stiftung, Michael Schmidt-Salomon.

Giordano Bruno war der Stiftung zufolge ein Dichter und Philosoph aus Italien. Er lebte im 16. Jahrhundert und stellte die Theorie des "unendlichen Universums" und der "Vielheit der Welten" auf. Weil er das damalige kirchliche Weltbild verworfen hatte, wurde er zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

www.giordano-bruno-stiftung.de

Unterschriftenaktion: www.darwin-jahr.de/e-day

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