Ärzte Zeitung online, 11.03.2009

Neue Fraunhofer Forschungsgruppe zu Elektroautos in Oldenburg

OLDENBURG (dpa). In Oldenburg entsteht eine neue Fraunhofer Forschungsgruppe zu Energiespeichern von Elektroautos. Von April an sollen Wissenschaftler an der Universität neuartige Batterien entwickeln, die mehr Energie speichern können, langlebiger sind und weniger kosten.

"Das ist eine Schlüsseltechnologie", sagte Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) am Dienstag. "Elektroautos zu bauen, ist kein Problem. Aber dass die Energie für weite Strecken reicht, ist die wirkliche Herausforderung." Mehr als 40 Mitarbeiter sollen künftig an der neuen Einrichtung forschen.

   Nach Angaben der Experten soll es in zwei bis drei Jahren die ersten Prototypen dieser neuen Batteriesysteme geben. Bis Autos mit der neuen Technologie auf dem Markt kämen, würden aber mindestens noch zehn Jahre vergehen, erklärte der Leiter des Fraunhofer Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen, Matthias Busse.

   Das IFAM und die Universität arbeiten in der neuen Einrichtung zusammen, deren Kosten sich bis 2013 auf 21,6 Millionen Euro belaufen werden. Davon sollen sechs Millionen Euro vom Land kommen. Den Rest wollen die Forscher von Industrie und aus Drittelmittel einwerben - und sehen keine Probleme, die nötige Summe zusammenzubekommen. Die Forschungsgruppe trage dazu bei, den Technologievorsprung Deutschlands auszubauen, sagte Stratmann. Gleichzeitig müsse jedoch auch in die Infrastruktur für Elektroautos investiert werden. "Was nützt das tollste Auto, wenn man unterwegs keine Lademöglichkeit für die Batterie hat." Diese Lücke will die Forschungsgruppe schließen, indem sie neben der Autoindustrie auch Energieversorger bei Forschung und Entwicklung einbindet.

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