Ärzte Zeitung online, 19.03.2009

Streckbank für den "kleinen Mann"

Neuartige Bahre verspricht einen Größenzuwachs von bis zu 30 Prozent

Neu-Isenburg (nös). Was "Mann" nicht alles für die Vergrößerung seines Gemächts tut: Da werden Pumpen angeflanscht, die mit Saugkraft für mehr Masse sorgen sollen. Pillen werden geschluckt, und im Extremfall geht es unters Messer - immer mit dem Ziel, mehr Zentimeter in der Hose zu haben. Ein neuartiger Streckapparat aus Spanien soll das alles nun in den Schatten stellen.

Die Streckbank für den Penis.

Foto: Andromedical

Bis zu 30 Prozent mehr Länge verspricht die Miniaturstreckbank, berichtetet die MMW bereits vor vier Jahren (MMW 8, 2005, 18). Experten zeigten sich damals skeptisch, die Wirkung sei wissenschaftlich nicht belegt. Mittlerweile konnte die Firma nachziehen und präsentiert eine italienische Studie, die eine damalige Anwendungsbeobachtung bestätigt.

Für die prospektive Studie untersuchte Dr. Paolo Gontero von der Universität Turin ein Jahr lang 16 Anwender. Sie trugen die Streckbank durchschnittlich fünf Stunden am Tag. Bereits nach sechs Monaten hatten sie 2,3 cm mehr Männlichkeit dazugewonnen - im erigierten Zustand waren es 1,7 cm Zuwachs. Dicker wurde das Glied allerdings nicht, dafür nahm aber die Penishärte zu (BJUI 103, 2009, 793).

30 Prozent mehr Penis in der Hose, verkündet die Firma stolz das Ergebnis. Bei der genormten EU-Penislänge von 13,5 cm sind das immerhin rund 4 cm mehr. Ein stattliches Ergebnis. Der Vorteil der kleinen Streckmaschine liegt für den Hersteller Andromedical auf der Hand: Sie ist nicht-invasiv.

Die Vorrichtung aus Stahl und Silikonbändern wird mit wenigen Handgriffen am Schaft und hinter der Eichel festgeschnallt, steht in der bebilderten Anleitung. Durch verschieden lange Zwischenstücke aus Stahl wird der Penis nach und nach in die Länge gezogen und dabei die Zugkraft schrittweise erhöht. Bis zu 1,2 Kilogramm können das werden.

Auch wenn die Streckbank für des Mannes bestes Stück laut Hersteller keine Nebenwirkungen hat, gibt es doch Zweifel. So zeigte sich der Münchner Urologe Dr. Walther Grohmann bereits 2005 in der MMW skeptisch. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Schwellkörper durch die Zugkräfte wirklich wächst. Vielmehr werde er gedehnt.

Grohmann warf aber auch eine ganz praktische Frage auf: "Wer hat schon dafür Zeit, sich den ganzen Tag mit dem Ding zu beschäftigen?" Der Hersteller kontert das mit einer Trageempfehlung: Im Alltag solle der "kleine Mann" im Streckapparat hochgeklappt und unter weiten Hosen getragen werden.

Abstract der Studie "A pilot phase-II prospective study to test the efficacy and tolerability of a penile-extender device in the treatment of short penis"

Mehr Infos auf www.andromedical.com/de/

[25.03.2009, 10:58:48]
Denis Nößler 
Die zitierte Studie bezieht sich lediglich auf Andropenis
Per E-Mail erhielten wir von der im Artikel genannten Firma Andromedical folgenden Leserbrief:

"Der Kommentar der MSP Concept GmbH & Co. KG vermittelt einen falschen Eindruck. Die im Artikel erwähnte Studie der Turiner Universitätsklinik ist explizit mit Andropenis durchgeführt worden. Andropenis ist der einizge Extender auf dem Markt der das europäische CE Siegel trägt und außerdem bei der US-amerikanischen FDA registriert ist. Zu behaupten das andere Geräte weiter entwickelt sind und dann im selben Atemzug die Andropenis-Studie auf diese abgewandelten und kopierten Geräte anzuwenden, ist falsch und irreführend.

Andere Geräte umschließen den Penis eng mit einem breiten Plastikring und versiegeln die darunterliegende Haut. Bei Andropenis hingegen schützt eine dicke Lage aus Gaze und Mull das Gewebe vor zu starkem Druck und lässt es gleichzeitig Atmen. Kein anderes Gerät auf dem Markt wurde in so vielen unabhängigen Studien getestet und für gut befunden wie der Andropenis.

Die Tatsache das andere Hersteller unser Prinzip kopiert und in anderen Ländern zum Patent angemeldet haben, bedeutet nicht das diese Geräte überlegen sind, ganz im Gegenteil. Das Anmelden eines Patentes sagt nichts über die Effektivität und Qualität eines Gerätes aus. Die medizinischen Zulassungen die Andropenis erhalten hat, sehr wohl.

Die hier veröffentlichte Studie bezieht sich explizit auf den Andropenis und nicht auf eine der im Umlauf befindlichen, leicht abgewandelten, Kopien." zum Beitrag »
[20.03.2009, 11:31:53]
Gabriele Wagner 
Es gibt inzwischen weiter entwickelte Geräte
Per E-Mail schickt uns Tobias Schell aus Berlin von MSP Concept GmbH & Co. KG diesen Kommentar:

Das hier vorgestelle Gerät ist keineswegs neu, sondern lediglich die einfache und unter verschiedenen Markennamen identisch im Internet angebotene simpel konsturierte Variante von mittlerweile weiterentwickelten Geräten zu diesem Zweck, die den Penis nicht mit einer einfachen Silikonschlaufe in der Streckeinheit fixieren und damit schnell strangulieren können.

Auch aus Deutschland kommt mit dem technologischen Marktführer PeniMaster ein augenscheinlich konstruktiv überlegenes und mehrfach patentiertes Produkt mit damit verbundener höherer Leistungsfähigkeit, welches den Penis mit einem anatomische geformten Halteriemen fixiert und weitere Komfort- und Sicherheitsmerkmale aufweist.

Urologen, die noch immer daran zweifeln, dass Penisstreckgeräte wirksam sind, tun dies aus Unkenntnis der Sachlage, reiner Vermutung und in Leugnung der Fakten. Als Hersteller von PeniMaster, auf den die Ergebnisse der zitierten Studie uneingeschränkt übertragbar sind, wissen wir auch aus zahlreichen Kundenzuschriften und durch einen Selbsttest eines Arztes, dass Penisverlängerung und Penisbegradigung mit PeniMaster eine reale und wirksaame Behandlungsform sind. Auf der Internetseite www.penis.de wird das Produkt vorgestellt und auch an einem Video gezeigt, dass dieser sehr wohl bequem und unauffällig unter der Hose und sogar über Nacht tragbar ist.

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