Ärzte Zeitung online, 23.03.2009

Wehrbeauftragter kritisiert Personalknappheit im Sanitätsdienst

Berlin (dpa). Der Bundestags-Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) hat Defizite in der Ausbildung der Soldaten sowie fehlendes Personal im Sanitätsdienst der Armee kritisiert. Es gebe zu wenig gepanzerte Fahrzeuge in den deutschen Ausbildungsstandorten, um die Soldaten auf ihre Einsätze ausreichend vorbereiten zu können.

"Das sind sehr sensible Bereiche, weil es hier um die Gesundheit und letztlich das Leben der Soldaten geht", sagte Robbe der Wochenzeitung "Das Parlament". Er will seinen Bericht für das Jahr 2008 an diesem Donnerstag in Berlin vorstellen.

Auch der Zustand des gesamten Sanitätsdienstes der Bundeswehr bereite ihm größte Sorgen, sagte Robbe. Die Mitarbeiter seien "über alle Maßen belastet, weil wegen der dünnen Personaldecke die Sanitätssoldaten immer häufiger in Auslandseinsätze geschickt werden". Das erzeuge Unzufriedenheit. "Die Soldaten klagen und sie klagen aus meiner Sicht zu Recht."

Die mangelnde Ausrüstung der Bundeswehr mit gepanzerten Fahrzeugen war schon einer von mehreren Kritikpunkten im Bericht des Wehrbeauftragten für 2007. Robbe sagte, das Verteidigungsministerium habe durchaus spürbare Anstrengungen unternommen, um die Ausstattung mit gepanzerten Fahrzeugen und persönlicher Schutzausrüstung für die Soldaten in den Auslandseinsätzen zu verbessern.

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