Ärzte Zeitung online, 24.03.2009

Beschwerden wegen frauenfeindlicher Werbung nehmen zu

Berlin (dpa). Die Beschwerden von Bürgern wegen frauenfeindlicher Werbung haben zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden aus diesem Grund Beschwerden gegen 110 Kampagnen eingereicht, wie der Deutsche Werberat am Dienstag in Berlin mitteilte.

Das waren 42 Prozent aller Beschwerdefälle - eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (33 Prozent). Die meisten Beschwerden richteten sich Werbung, die auf kleine Firmen zurückging, wie ein "Fleischwaren Frischdienst", der mit einer nackten Frau warb.

Insgesamt beschäftigte sich das Selbstkontrollgremium der Werbewirtschaft mit 264 Protesten, im Jahr zuvor waren es 269. In 88 Fällen teilte der Werberat die Kritik und beanstandete sie bei den Firmen; 2007 waren es 81 Fälle. Die meisten Unternehmen änderten ihre Kampagnen oder zogen sie zurück. Es gab 6 öffentliche Rügen für Unternehmen, die sich zunächst weigerten, ihre Reklame zu korrigieren.

Internet: www.werberat.de

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