Ärzte Zeitung online, 24.03.2009

Hunde zum Vaterschaftstest: "Freispruch" für Rüden

Memmingen (dpa). In einem kuriosen Rechtsstreit hat das Landgericht Memmingen zwei Hunde nach Vaterschaftstests "freigesprochen". Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, hatte eine Frau aus dem Unterallgäu zwei Hundehalter aus der Nachbarschaft angezeigt, nachdem ihre Hündin drei Welpen auf die Welt gebracht hatte.

Sie sei der Überzeugung gewesen, dass zwei der kleinen Welpen den Nachbarshunden Smoke und Leo "verblüffend ähnlich" sehen, teilte das Gericht mit. Die Unschuld beider Rüden sei inzwischen durch ein Gutachten bewiesen worden. Tiermedizinisch sei es durchaus möglich, dass Hunde aus einem Wurf von verschiedenen Vätern abstammen.

Die Klägerin hatte den Nachbarn vorgeworfen, nicht ausreichend auf ihre Hunde aufgepasst zu haben. Sie forderte von den beiden Haltern Schadensersatz. Das Amtsgericht Memmingen hatte die Klage bereits abgewiesen. Die Klägerin hätte ihre läufige Hündin einsperren müssen. Mit diesem Urteil war die Frau nicht einverstanden und legte Berufung ein. Als das Landgericht in der Berufungsverhandlung durch das Gutachten zu dem Ergebnis kam, dass weder Smoke noch Leo als Vater der Welpen infrage kommen, nahm die Klägerin ihre Berufung zurück.

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