Ärzte Zeitung online, 27.03.2009

BKA-Präsident Ziercke: Künftig sterilere Mittel bei Spurensicherung

BERLIN/WIESBADEN (dpa). Nach der möglichen DNA-Panne bei der Fahndung nach dem "Heilbronner Phantom" hat der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, angekündigt, dass künftig sterilere Mittel bei der Spurensicherung eingesetzt werden. "Medizinisch steril sind diese Wattestäbchen", stellte Ziercke am Freitag im Deutschlandfunk klar. Es gebe aber spezielle Verfahren, um das Material noch steriler zu machen.

Dass es Fehlverurteilungen aufgrund von DNA-Analysen gegeben haben könnte, schloss der BKA-Präsident aus. "Die DNA-Analyse ist ein taugliches Beweismittel." Im konkreten Fall müssten sich die Ermittler nun die Spurenlage noch einmal sehr genau ansehen, sagte Ziercke. Es seien Tatzusammenhänge hergestellt worden, die hinterfragt werden müssten.

Das "Phantom" wird mit Morden und Einbrüchen in Verbindung gebracht. Die an Dutzenden Tatorten gefundenen DNA-Spuren stammen aber wahrscheinlich nicht von einer angeblichen Serienverbrecherin, sondern sind eher auf Verunreinigungen von Wattestäbchen der Spurensicherung zurückzuführen. Die DNA der unbekannten Frau wurde an 40 Tatorten gefunden. Unter anderem soll sie im April 2007 in Heilbronn eine Polizistin kaltblütig erschossen haben.

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Polizei zweifelt am "Phantom" und überprüft DNA-Wattestäbchen

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