Ärzte Zeitung online, 31.03.2009

Unruhe in Schweden wegen Glassplittern in Geflügel

STOCKHOLM (dpa). Zahlreiche Funde von Glassplittern in Geflügel aus Supermärkten sorgen in Schweden bei den Verbrauchern für Unruhe. Wie die Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" am Dienstag berichtete, haben sich nun auch Käufer von Geflügel-Importen aus Deutschland und Dänemark gemeldet, weil sie in dem Fleisch Glas gefunden hatten.

Zuvor hatte der schwedische Hersteller Kronfågel 500 Tonnen Geflügel-Tiefkühlkost vernichtet, nachdem aus insgesamt 13 Orten Berichte über Glassplitter-Funde bekannt geworden waren. Verletzt wurde niemand. Sprecher des Herstellers, der führenden Supermarktketten sowie auch der Polizei erklärten übereinstimmend, dass sie keine Erklärung für die ungewöhnliche Häufung der Fälle hätten. Sabotage sei als Hintergrund nicht auszuschließen, aber doch sehr unwahrscheinlich, hieß es weiter. Die Produktionsanlagen von Kronfågel sollen von Polizeispezialisten genau untersucht werden.

In Medienberichten wurde auch die Möglichkeit einer "Massenpsychose" erwogen. Mehrere Gemeinden haben den Ankauf von Geflügel für Mahlzeiten in Schulen, Heimen und Krankenhäusern bis zur Klärung der Affäre ausgesetzt.

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