Ärzte Zeitung online, 31.03.2009

Deutscher probt Mars-Mission in Moskau - Weltraumbahnhof in Mexiko geplant

MOSKAU (dpa). Ein Deutscher, vier Russen und ein Franzose beginnen heute (Dienstag) in Moskau mit einem einzigartigen Raumfahrt-Experiment: Die sechs Männer lassen sich für 105 Tage in ein nachgebautes Raumschiff sperren. In dem 180 Quadratmeter großen Modell sollen sie nahezu isoliert einen mehr als 50 Millionen Kilometer langen Flug zum Mars simulieren.

Der Test im Moskauer Institut für biomedizinische Probleme soll Wissen für eine echte Mission zum Roten Planeten in einigen Jahrzehnten bringen.

Der 28 Jahre alte deutsche Bundeswehr-Hauptmann Oliver Knickel hatte sich für das Experiment, an dem auch die Europäische Weltraumbehörde ESA beteiligt ist, gegen 5600 Bewerber durchgesetzt. Bis Mitte Juli wird der Alltag in dem röhrenförmigen Modell unter anderem von Wissenschaftlern der Universität Erlangen überwacht.

Mexiko will Weltraumbahnhof bauen

Mexiko will noch in diesem Jahr mit dem Bau eines eigenen Weltraumbahnhofs beginnen. Die Anlagen sollen im Süden des Bundesstaates Quintana Roo an der Grenze Mexikos mit Belize entstehen, sagte der Planungsminister von Quintana Roo, José Alberto Alonso Ovando, zur dpa. Ende des vergangenen Jahres hatte das mexikanische Parlament der Gründung der mexikanischen Weltraumagentur Aexa zugestimmt.

Die Weltraumzentrale, die künftig die Raketenstarts in Quintana Roo leiten wird, soll in dem zentralmexikanischen Bundesstaat Hidalgo entstehen, sagte der Minister weiter. Der Standort des Weltraumbahnhofs sei nach umfangreichen Studien vor allem wegen seiner Nähe zum Äquator ausgesucht worden.

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