Ärzte Zeitung online, 31.03.2009

Computerwurm Conficker: Experten raten zu Computer-Schutz

HAMBURG (dpa). Auch private Anwender sollten sich sorgfältig vor dem Computerwurm Conficker schützen, dessen neuer Ausbruch zum 1. April erwartet wird. Nutzer sollten sicherstellen, dass alle verfügbaren Updates für das Betriebssystem und den Anti-Virenschutz aufgespielt sind, sagte Thomas Baumgärtner, Sicherheits-Experte bei Microsoft Deutschland am Dienstag. "Es ist niemandem zu empfehlen, damit zu warten."

Foto: Alfonso Montalvo ©www.fotolia.de

Bislang waren vor allem größere Netzwerke von den Angriffen des Wurms betroffen. Zu den Opfern zählten zum Beispiel Einrichtungen der Bundeswehr, Krankenhäuser, Stadtverwaltungen, große Medienhäuser und öffentliche Einrichtungen. Bei entsprechendem Schutz dürfe der Wurm für private Anwender kein Problem sein, sagt Baumgärtner. Der Schädling ist seit vergangenem Herbst weltweit unterwegs. Ursprünglich hatte sich der Wurm über eine Sicherheitslücke in Microsofts Windows-Betriebssystem verbreitet.

Zum besseren Schutz sollten auch alle von Microsoft zur Verfügung gestellten Hilfen zum Schließen möglicher Sicherheitslöcher installiert werden. Die Computernutzer sollten auch prüfen, ob ihre Passwörter wirklich sicher sind und sie gegebenenfalls ändern. Zudem sollte sicherheitshalber die Autostart-Funktion unter Windows deaktiviert beziehungsweise nicht genutzt werden, die sich öffnet, wenn man zum Beispiel eine DVD einlegt.

Für Unternehmen stellt Microsoft unter www.microsoft.com/security eine entsprechende Anleitung zur Verfügung, wie die Sicherheit in Netzwerken gewährleistet werden kann. Was bei dem erwarteten Ausbruch am Mittwoch dann tatsächlich passieren wird, wissen aber auch Experten nicht. Der Wurm könnte eventuell über bestimmte Internetseiten weitere Befehle nachladen.

Sicherheitsexperten versuchen derzeit, den Zugriff auf diese Seiten zu verhindern und die Inhalte von Hersteller der Antiviren-Programme analysieren zu lassen.

www.microsoft.com/security

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