Ärzte Zeitung online, 02.04.2009

Deutsche Koma-Patienten werden aus Türkei ausgeflogen

ISTANBUL (dpa). Nach dem tödlichen Trinkgelage in der Türkei sollten zwei deutsche Koma-Patienten noch an diesem Donnerstag zurück nach Deutschland geflogen werden. Für den Krankentransport werde ein Ambulanz-Flugzeug eingesetzt, sagte ein Arzt im Anadolu-Krankenhaus in Antalya. Die Patienten müssten weiter intensiv behandelt werden.

Unterdessen haben vier junge Männer, die nicht so schwer vergiftet waren, das Krankenhaus verlassen, um in die Heimat zu fliegen.

In der vergangenen Woche war ein Deutscher aus der aus Lübeck kommenden Gruppe im Alter von 21 Jahren gestorben, weil er eine schwere Methanolvergiftung hatte. Dies ergab die Obduktion des Leichnams am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Der Direktor des türkischen Krankenhauses hatte zuvor erklärt, der junge Mann habe mehr als sieben Promille Alkohol im Blut gehabt und sei daran gestorben. Er schloss dabei aus, dass der 21-Jährige gepanschten Schnaps getrunken hatte.

Die jungen Männer gehören zu einer Schülergruppe des Berufsbildungswerkes Lübeck, die auf Klassenfahrt im türkischen Ferienort Kemer war. Sieben von ihnen hatten trotz eines Verbots des Lehrers hochprozentigen Schnaps auf einem Markt gekauft und ihn im Hotel getrunken. Der 21-Jährige war daraufhin in einem Hotelzimmer an der türkischen Mittelmeerküste gestorben.

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