Ärzte Zeitung online, 02.04.2009

Bundeswehr feiert 50 Jahre SAR-Rettungsdienst

MÜNCHEN/PENZING (dpa). Mit einem Festakt und militärischem Appell hat der Such- und Rettungsdienst (SAR) der Bundeswehr am Donnerstag auf dem Fliegerhorst Landsberg in Bayern sein 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Der militärische Rettungsdienst wurde 1959 gegründet. Er hat seitdem nach eigenen Angaben mehr als 250 000 Einsätze geflogen. Dabei wurden gut 190 000 Menschen aus Notlagen gerettet.

Den insgesamt 6300 Mitgliedern des Kommandos stehen an bundesweit zehn Standorten Hubschrauber zur Verfügung, um Menschen in lebensgefährlichen Situationen zu helfen.

SAR unterstützt auch zivile Helfer bei Einsätzen

Zudem sind derzeit zwei Hubschrauber in Sarajevo stationiert. Neben Einsätzen für eigene oder verbündete Streitkräfte unterstützt der Such- und Rettungsdienst auch zivile Helfer. Beim ICE-Unglück von Eschede im Juni 1998 schickte das Lufttransportkommando Hubschrauber in die niedersächsische Stadt, um Verletzte in Krankenhäuser zu bringen.

Im Jahr darauf war der Rettungsdienst gefordert, als in Bayern nach Schneeschmelze und Starkregen Donau und Lech über ihre Ufer traten. Die Katastrophenhelfer vom Militär koordinierten 1999 Transporte von Luftwaffe, Heer und Polizei, bei denen insgesamt 80 000 Sandsäcke in die betroffenen Gebiete gebracht wurden.

Auch zu Wasser sind die Soldaten des Rettungsdienstes im Einsatz. Im Jahr 2006 startete ein Hubschrauber des Lufttransportkommandos von Helgoland aus, um den Menschen auf einem in Seenot geratenen Schiff zur Hilfe zu eilen.

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