Ärzte Zeitung online, 05.04.2009

Bewegende Trauerfeier für Reality-TV-Star Goody

LONDON (dpa). Mit einer bewegenden Trauerfeier vor laufenden Kameras haben Familie und Freunde am Samstag Abschied vom britischen Reality-TV-Star Jade Goody genommen. Die Zeremonie im Londoner Vorort Buckhurst Hill wie auch der vorherige Trauer-Korso durch die Straßen Londons wurde nach dem letzten Wunsch der dreifachen "Big Brother"-Teilnehmerin zu einem Medien-Großereignis.

Tausende Schaulustige und Goody-Fans hatten sich rund um die Kirche versammelt, um die Trauerfeier auf Großbildleinwänden zu verfolgen. Millionen von Briten wurden ebenfalls Zeugen der Trauerfeier, weil der Ton der Zeremonie sowie manche Bilder von den Großbildleinwänden auf einem TV-Nachrichtensender live übertragen wurden. Auch der vorherige Trauer-Korso durch London verlief unter Beobachtung ungezählter Kameras.

Die 27-jährige Mutter zweier Kinder war am 22. März nach langer Leidenszeit an Gebärmutterhalskrebs gestorben. Nachdem sie ihre tödliche Diagnose noch vor den Augen der TV-Zuschauer im "Big Brother"-Container erfahren hatte, vermarktete sie nach ihrem Promi-Leben auch ihr Leid und ließ Medien gegen Zahlung hoher Beträge an ihrem Sterben teilhaben. Das Geld erben ihre beiden kleinen Kinder. Kurz vor ihrem Tod heiratete Goody - kahlköpfig von der Chemotherapie und äußert geschwächt vom Krebs - vor laufenden Kameras noch ihren jüngeren Freund Jack Tweed (21).

Beim Überqueren der Tower Bridge hielt der Trauer-Korso extra an, um Fotografen genug Zeit für ihre Aufnahmen zu geben. Aus Hubschraubern verfolgten Fernsehkameras jeden Kilometer des Zugs. Am Straßenrand blieben zahlreiche Menschen stehen, um das Spektakel zu beobachten, zu applaudieren, Blumen zu werfen oder Goody einfach das letzte Geleit zu geben.

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