Ärzte Zeitung online, 07.04.2009

Dritte Festnahme nach Tod von jungen Deutschen in Türkei

LÜBECK/ISTANBUL (dpa). Nach dem Tod von drei jungen Deutschen in der Türkei, die an einer Methanol-Vergiftung starben, ist der gesuchte Getränkehändler festgenommen worden. Das berichtete der Lübecker Anwalt der Eltern eines der Schüler am Dienstag unter Berufung auf eine türkische Anwältin.

Der Festgenommene ist demnach der Getränkelieferant des Hotels in Kemer, in dem die Lübecker Berufsschüler nach Aussagen von Mitschülern den tödlichen Schnaps gekauft hatten. Bereits am Montag waren zwei leitende Angestellte des Hotels festgenommen worden, nachdem dort in mehreren Alkoholproben hohe Methanolwerte gefunden worden waren.

Nach Angaben des Anwalts wurde für Mittwoch eine Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden in Kemer erwartet. Der Getränkelieferant war in der Türkei mit Haftbefehl gesucht worden, nachdem er zu einer Vernehmung nicht erschienen war und auch an seinem Wohnort nicht angetroffen wurde. Der schnelle Ermittlungserfolg überrasche ihn nicht, sagte der Anwalt. Eine schnelle Aufklärung des Falls sei im Interesse der Türkei und ihres Tourismusgeschäfts.

Die drei 21, 19 und 18 Jahre alten Berufsschüler waren gestorben, nachdem sie in dem Hotel im türkischen Badeort Kemer Alkohol getrunken hatten. Der 21-Jährige starb kurz darauf an einer Methanolvergiftung. Die beiden anderen Schüler fielen ins Koma und starben vergangenes Wochenende in der Lübecker Uniklinik.

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