Ärzte Zeitung online, 09.04.2009

Britischer Anti-Terror-Chef tritt nach Panne zurück

LONDON (dpa). Der Anti-Terror-Chef von Scotland Yard, Bob Quick, ist wegen einer Sicherheitspanne zurückgetreten. Er hatte sich am Mittwoch von Pressefotografen mit geheimen Dokumenten ablichten lassen. Auf dem Foto trägt Quick ein gut lesbares Schriftstück mit dem Vermerk "geheim" unter dem Arm, auf dem Angaben über eine laufende Anti-Terror-Überwachung und geplante Festnahmen zu sehen sind.

Bei eilig eingeleiteten Razzien nach der Sicherheitspanne nahmen Terrorfahnder im Nordwesten Englands zwölf Männer fest. Die Verdächtigen sollen Verbindungen zur Terrororganisation El Kaida haben.

Zwar hatte das Verteidigungsministerium kurzfristig noch versucht, Medien von der Veröffentlichung des Fotos abzuhalten. Weil es aber vielen Zeitungen vorlag und auch im Ausland verbreitet wurde, entschlossen sich die Ermittler zu dem ungewöhnlichen Zugriff bei Tageslicht.

Quick hatte sich mit dem unverhüllten Dokument auf dem Weg zu Premierminister Gordon Brown und Innenministerin Jacqui Smith für Gespräche über eine Polizeireform befunden. Das Foto entstand, als er aus seinem Wagen vor dem Regierungssitz Downing Street Nummer 10 ausstieg.

Topics
Schlagworte
Panorama (30509)
Personen
Gordon Brown (40)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »