Ärzte Zeitung online, 10.04.2009

Conficker-Wurm lädt schädliche Funktionen nach

BONN (dpa). Der weltweit auf Millionen Rechnern verbreitete Conficker-Wurm rüstet auf: Seit der Nacht zum Donnerstag schleust er über das Internet neue schädliche Funktionen auf infizierte Computer, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Donnerstag in Bonn mit. Ziel der Angreifer sei es unter anderem, befallene Systeme an ein sogenanntes Botnetz anzuschließen.

Dabei handelt es sich um einen Verbund von ferngesteuerten Rechnern, mit dem kriminelle Programmierer zum Beispiel Spam versenden. Die weitere Analyse der nachgeladenen Dateien laufe noch, erklärte das BSI.

Nach Angaben der Behörde erhalten die aktuellen Varianten C und D die Updates. Die Dateien werden nach Angaben der Behörde nicht von einem Server im Internet heruntergeladen - der Austausch erfolge über eine sogenannte Peer-to-Peer-Funktionalität. Dabei kommunizieren die Rechner in einem Netzwerk direkt miteinander.

Der Virus verbreitet sich nach BSI-Angaben hauptsächlich über eine Schwachstelle in Windows-Betriebssystemen. Diese ist bereits seit Oktober bekannt und vom Hersteller Microsoft mit einem Sicherheits- Update geschlossen worden. Die Behörde rät, für das Betriebssystem und alle Anwendungsprogramme wie Browser, Acrobat Reader oder Flash die verfügbaren Sicherheits-Updates zu installieren. Zusätzlich solle man eine Firewall und ein Virenschutzprogramm verwenden.

Der Conficker-Wurm hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Netzwerke von Unternehmen und Großorganisationen befallen. Schätzungen zufolge sind weltweit zwischen drei und zehn Millionen Rechner infiziert. Experten hatten erwartet, dass der Schädling am 1. April aktiv werden und große Schäden verursachen würde. Ein Angriff in großem Maßstab blieb jedoch zunächst aus.

Informationen von Microsoft zum Conficker-Wurm: http://support.microsoft.com/kb/962007/de

Topics
Schlagworte
Panorama (30356)
Organisationen
BSI (90)
Microsoft (207)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »