Ärzte Zeitung online, 10.04.2009

Frau im Eisbärengehege des Berliner Zoos verletzt

BERLIN (dpa). Eine Frau ist am Karfreitag in das Eisbärengehege im Berliner Zoo gesprungen und von einem der Tiere attackiert worden. Wie die Polizei mitteilte, erlitt die offenbar geistig verwirrte Frau dabei Bisswunden an Armen und Beinen. Sie wurde noch an Ort und Stelle ärztlich versorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht.

Bei dem Bären, der die Frau angriff, handele es sich nicht um Publikumsliebling Knut oder dessen Mutter, betonte der Zoo-Biologie Heiner Klös auf dpa-Anfrage. Den Vorfall beobachteten Hunderte Besucher, darunter auch viele Kinder.

Die Frau war demnach gegen 10.30 Uhr in das Gehege gesprungen, in dem die Tiere gefüttert werden. Einer der Eisbären griff sie daraufhin an. Mehrere alarmierte Pfleger konnten das Tier vertreiben und die Frau aus dem Gehege in Sicherheit bringen. "Unser Alarmsystem hat funktioniert. Sonst wäre es auch schlimm für den Bären ausgegangen", sagte Klös.

Knut hält sich bislang noch in einem Einzelgehege auf. In dem anderen Bereich, in dem sich der Vorfall am Vormittag abspielte, leben die anderen Eisbären des Berliner Zoos, darunter auch die Mutter des weltberühmten Jungstars.

Seit Monaten gibt es Diskussionen um die Zukunft von Knut. Unklar ist vor allem, ob und in welchen Zoo der Eisbär abgegeben wird. Zuletzt war die geplante Verkupplung zwischen Knut und Lara aus dem Zoo in Gelsenkirchen gescheitert.

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