Ärzte Zeitung online, 15.04.2009

Selbstmord nach Sex-Tod der Partnerin

KREFELD (dpa). Nach dem plötzlichen Tod seiner Partnerin beim Liebesspiel hat ein 28-Jähriger auf einem Parkplatz in Krefeld Selbstmord begangen. Der junge Mann hatte sich nach Polizeiangaben vom Dienstag vermutlich aus Schuldgefühlen mit einer Plastiktüte erstickt.

Da an den beiden Leichen kein Zeichen von Gewalt festzustellen gewesen sei, habe man ein Verbrechen nahezu ausgeschlossen, erklärte die Krefelder Polizei.

Die Obduktion am Dienstag brachte dann weitere Klarheit. Während des Sex im Auto sei es bei der jungen Frau "zu einer Sauerstoffunterversorgung gekommen, an der sie letztlich verstarb", sagte ein Polizeisprecher.

Ob die 19-Jährige an einer Vorerkrankung gelitten hat, die ihren Tod während der "einvernehmlichen Handlungen" mit verursacht habe, müssten weitere Untersuchungen zeigen.

Der 28-Jährige und der leblose Körper der 19 Jahre alten Frau waren am Ostersonntag in einem Auto am Krefelder Stadtrand von einem Jogger entdeckt worden. Das Paar hatte sich zuvor in einem Internet-Chatroom verabredet, erklärte die Krefelder Polizei, die von einem "sehr ungewöhnlichen Fall" sprach.

Offenbar aus Schuldgefühlen habe sich der Mann nach dem Tod seiner Freundin eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und mit einer Schnur um den Hals fest zugebunden, schilderte der Polizeisprecher. Im Wagen sei ein Abschiedsbrief gefunden worden.

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