Ärzte Zeitung online, 17.04.2009

Schnarcher im Haus: Paar will Schadenersatz

BONN (dpa). Wegen eines schnarchenden Nachbarn hat ein Bonner Ehepaar seinen Mietvertrag fristlos gekündigt und fordert jetzt von der Vermieterin 8500 Euro Schadenersatz. Auf der Suche nach einer ruhigen Wohnung seien sie von der Eigentümerin eines Gründerzeithauses mit mehreren Mietparteien arglistig getäuscht worden, argumentierten die Kläger am Donnerstag vor dem Bonner Amtsgericht.

Die Räume in der zweiten Etage des Altbaus seien ihnen als Mietobjekt in besonders ruhiger Lage angepriesen worden. Über die im Hause bekannte Existenz eines Schnarchers seien sie nicht informiert worden.

Die Entdeckung des nächtlichen Ruhestörers folgte dann nach dem Einzug im April 2008: Der Schnarcher in der Wohnung unter ihnen habe sie Nacht für Nacht nicht schlafen lassen, gaben die Kläger an. Wegen Schlafmangels habe vor allem die Ehefrau gesundheitlich abgebaut. Auch die mangelnde Schallisolierung in dem Altbau machten die Kläger der Vermieterin zum Vorwurf.

Diese jedoch hält die Hellhörigkeit in dem alten Haus für normal. Die neuen Schallschutzbestimmungen könnten nicht für ein Haus aus dem Jahr 1897 gelten. Beim ersten Prozesstermin reichte der Richterin allerdings die allgemeine Behauptung, der Nachbar schnarche jede Nacht, nicht aus. Das müsse mindestens durch ein Lärmprotokoll belegt werden, forderte sie. Das wollen die Kläger jetzt nachreichen.

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »