Ärzte Zeitung online, 17.04.2009

Teure Zeiten für dicke Fluggäste in den USA

WASHINGTON (dpa). In den USA wächst der Druck auf dicke Fluggäste: Die Fluggesellschaft United Airlines stellt künftig übergewichtigen Passagieren, die nicht in einen Economy-Sitz passen, einen zweiten Platz in Rechnung, wie US-Medien am Freitag meldeten "Bisher blieb der (dicke) Fluggast sitzen und sein Nachbar hatte einen ungemütlichen Flug", sagte eine United-Sprecherin dem Radiosender WBBM 780.

Allein 2008 habe es 700 Beschwerden gegeben. Das Flugpersonal habe nie genau gewusst, wie es mit fülligen Passagieren umgehen soll. "Jetzt haben wir eine Regelung gefunden."

Betroffen sind laut Fluggesellschaft Passagiere, die sich nicht anschnallen, im Sitzen die Armlehnen nicht herunterklappen oder sich erst gar nicht hinsetzen können. Wenn möglich, sollen solche Reisenden neben einen freien Platz gesetzt werden. Wenn die Maschine ausgebucht ist, müssen übergewichtige Kunden auf ihren Flug verzichten und auf dem nächsten einen zusätzlichen Platz buchen.

United Airlines ist nicht die erste Fluggesellschaft, die übergewichtige Passagiere doppelt zahlen lässt. Acht andere amerikanische Fluglinien, darunter Southwest Airlines, Continental und Delta, verfahren ähnlich. Nur American Airlines will Dicke nicht zur Kasse bitten. Nach einer Umfrage des US-Fernsehsenders CNN finden 74 Prozent der Zuschauer die Politik von United Airlines gut.

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