Ärzte Zeitung online, 20.04.2009

Sohn: Krebskranke Fawcett wiegt nur noch 39 Kilo

LOS ANGELES (dpa). Die krebskranke US-Schauspielerin Farrah Fawcett (62) ist nach Angaben ihres Sohnes Redmond O'Neal auf 39 Kilogramm abgemagert. Ihr Kollege Patrick Swayze, der an einem Bauchspeicheldrüsentumor leidet, ist neuen, schockierenden Fotos nach zu urteilen ebenfalls nur noch Haut und Knochen.

Das Klatschblatt "National Enquirer" veröffentlichte die Bilder in der jüngsten Ausgabe mit dem Hinweis, dass Swayze nicht einmal mehr 50 Kilo wiege. In den USA gab es heftige Proteste gegen diesen Eingriff in seine Privatsphäre.

Der wegen eines Drogendelikts angeklagte O'Neil (24) bat vor einem Gericht in Los Angeles darum, nicht hinter Gitter zu müssen. "Ich möchte meiner Mutter zur Seite stehen", beteuerte der Sohn von Fawcett und "Love Story"-Star Ryan O'Neal laut Onlinedienst "People.com" vom Samstag. Stattdessen will Redmond, wie er Richter Scott Millington vorschlug, noch einmal ein Entzugsprogramm mitmachen. Eine weitere Anhörung wurde für den 30. April angesetzt.

Fawcett war vorige Woche nach der Einweisung wegen einer Blutung im Magen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie leidet seit drei Jahren an Analkrebs, der jetzt auch ihre Leber befallen haben soll. Der Produzent Craig Nevius, ein Freund Fawcetts, sagte dem US- Magazin "Entertainment Weekly" nach der Einweisung, dass Berichte über ihr bevorstehendes Ende übertrieben seien. "Sie ist wach, bei Bewusstsein und nicht kurz vor dem Abgang. Sie ist natürlich ein bisschen sauer darüber, dass man sie schon abgemeldet hat."

Derweil verurteilte die "Washington Post" die Fotos von dem schwer kranken Swayze als Eingriff in dessen Privatsphäre. Der Anblick des Schauspielers sei "einfach schockierend". Die Bilder ließen erstmals erkennen, was der Krebs aus ihm gemacht habe. Er sei dürr wie eine Bohnenstange und habe vermutlich keine Haare mehr unter der Baseballmütze. Das Klatschblatt hatte den Schauspieler auf dem Weg zum Arzt erwischt.

Nach Meinung der seriösen "Washington Post" sollte der "Enquirer" die Ausgabe mit Swayze auf seiner Seite 1 zurückziehen, sich bei ihm entschuldigen oder aber die Einnahmen aus dem Verkauf für Krebsforschungsprojekte spenden.

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