Ärzte Zeitung online, 22.04.2009

Im Sudan eine Million Menschen in Lebensgefahr

NEW YORK (dpa). Nach der Ausweisung von 16 Hilfsorganisationen aus dem Sudan sind einem UN-Bericht zufolge in der Krisenregion Darfur mehr als eine Million Menschen in Lebensgefahr. Die Vereinten Nationen könnten die schlimmsten Lücken bei der Versorgung von Flüchtlingen in den nächsten Wochen noch füllen, schrieb UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in seinem jüngsten Report an den Sicherheitsrat.

Auf Dauer lasse sich die Hilfe aber nicht ersetzen. "Die im Mai beginnende Regenzeit wird die Lage wohl noch entscheidend schlimmer machen", so der am Dienstag veröffentlichte Bericht.

Ban appellierte an die sudanesische Regierung, die Hilfsorganisationen schnellstmöglich wieder ins Land zu lassen. Die UN-Mitgliedsländer rief er erneut auf, Hubschrauber und Personal für die gemeinsame Blauhelmtruppe von Afrikanischer Union und Vereinten Nationen (UNAMID) zur Verfügung zu stellen. Dem Bericht zufolge waren Ende März erst zwei Drittel der erhofften fast 20 000 Soldaten vor Ort.

In Darfur haben nach jahrelangen Kämpfen zwischen bewaffneten Milizen und Rebellengruppen mehr als zwei Millionen Menschen ihre Heimat verloren und sind auf Unterstützung angewiesen. Aus Protest gegen den Erlass eines internationalen Haftbefehls gegen den Präsidenten Omar al-Baschir Anfang März hatte die Regierung die Hilfsorganisationen des Landes verwiesen.

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