Ärzte Zeitung online, 22.04.2009

Bulgarische Krankenschwestern fordern von Libyen Entschädigungen

SOFIA (dpa). Fünf in einem umstrittenen Aids-Prozess in Libyen zunächst zum Tode verurteilten und dann 2007 abgeschobene bulgarische Krankenschwestern fordern von Libyen nun Entschädigung. Die fünf Frauen und der damals mit angeklagte palästinensische Arzt wollten die Vereinten Nation um Eingreifen bitten, damit "der libysche Staat zur Verantwortung gezogen" werde.

Wir bestehen auf moralischer und finanzieller Kompensation, sagte die Krankenschwester Kristijana Waltschewa am Dienstag im bulgarischen Staatsrundfunk.

   Ihnen war in Libyen vorgeworfen worden, mehr als 400 Kinder absichtlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Sie wurden acht Jahre festgehalten und auch gefoltert, um eine Schuld einzugestehen. HIV-Experten hatten dagegen nachgewiesen, dass die Immunschwächekrankheit in der libyschen Kinderklinik wegen schlechter Hygiene ausgebrochen war. Die sechs wurden im Juli 2007 unmittelbar nach ihrer Ankunft in Sofia vom bulgarischen Präsidenten Georgi Parwanow begnadigt (wir berichteten).

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