Ärzte Zeitung online, 24.04.2009

Erste Hilfe nur bei jedem fünften Notfall

WEIMAR (dpa). Unfallopfer und Notfallpatienten erhalten nach Einschätzung von Ärzten nur in jedem fünften Fall vor Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. "Je schwerer die Verletzung, desto geringer ist die Bereitschaft zur Hilfe", sagte der Mediziner Dr. Jens Reichel von der Universität Jena am Freitag in Weimar.

Viele Menschen hätten Angst, ihre oft vor langer Zeit erworbenen Kenntnisse in Erster Hilfe anzuwenden. Dabei könnten etwa nach einem Herz- Kreislauf-Stillstand die ersten Minuten lebensrettend sein.

Eigentlich sei in einem Notfall jeder Bürger zur Hilfeleistung verpflichtet, sagte Reichel. Viele hätten jedoch Angst, etwas falsch zu machen. "Herzdruckmassage und Beatmung ist aber jedem zuzumuten." Der Jenaer Notfallmediziner Raik Schäfer plädierte für eine regelmäßige Auffrischung des Erste-Hilfe-Wissens nach jeweils fünf Jahren.

Lesen Sie dazu auch:
Zur Reanimation gehört Beatmung immer dazu
Was ist neu bei Reanimationen?

Topics
Schlagworte
Panorama (30356)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »